Ich habe mal wieder fleißig E-Mails geschrieben, Prüfungsordnungen durch forstet und (leider) folgendes festegestellt: Ich werde wohl nicht meine Masterarbeit in meinem Auslandsjahr schreiben können, wenn ich nächstes Wintersemester anfangen möchte.
Um die Masterarbeit anmelden zu können, brauche ich aus einem bestimmten Bereich meines Modulplans 48 von 60 Leistungspukten (LP). Theoretisch ist es durchaus möglich, dass innerhalb von zwei Semestern zu schaffen. Darüber hinaus gibt es noch drei weitere Bereiche die mit jeweils 12, 12 und 6 LP gewertet werden. Diese spielen für die Anmeldung der Masterarbeit keine Rolle. Ich belege aber zurzeit sehr viele Kurse in genau diesen Bereichen und aus dem ersten Bereich gerade mal Kurse für 12 LP. Selbst wenn ich mir das nächste Semester noch vollhauen würde, ist es so gut wie unmöglich die 48 LP zu erreichen. Das Problem an der Sache ist, dass einige der Module in dem Bereich über zwei Semester laufen und erst im Sommersemester beginnen (ergo ich sie also nicht vor Start meiner Reise beenden könnte).
Daher habe ich jetzt mal wieder alle Pläne über den Haufen geworfen. Ich werde in den nächsten Wochen einfach meine Bewerbung schreiben und meine Präferenz für Keio so begründen, dass es dort sehr viele interessante Kurse für mich gibt, die hier an meiner Heimatuniversität nicht angeboten werden und es daher auch schwierig ist diese anrechnen zu lassen, aber die Kurse für meine persönliche und berufliche Entwicklung durchaus sinnvoll sind.
Darüber hinaus habe ich übrigens mittlerweile auch erfahren, dass ein Bachelor Abschluss dem Undergraduate Degree in Japan entspricht. Rein prinzipiell ist es also möglich die Kurse zu belegen, die ich so interessant finde. Jetzt muss ich nur noch von meiner Heimatuniversität nominiert werden, an der japanischen Universität akzeptiert werden und drei akademische Mitarbeiter finden, die mich in meinem Research Program unterstützen wollen. (Zu letzterem werde ich später nochmal mehr schreiben, wenn ich genaueres weiß)
Jede Info die ich erhalte, die im ersten Moment wie ein Rückschlag aussieht, führt mich am Ende immer mehr zu dem Weg so wie es sein soll. Ich bin selbst sehr gespannt, wie mein Auslandsjahr dann am Ende verläuft.
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